Authentifizierungsplattform für einheitliche Berliner Ladeinfrastruktur nimmt Betrieb auf

22.04.2015

Heute wurde die erste Ladesäule nach dem landesspezifischen Berliner Modell von Christian Gaebler, Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, offiziell eingeweiht. Zeitgleich nimmt die Authentifizierungsplattform für Ladeinfrastruktur, entwickelt und betrieben durch die VMZ Berlin Betreibergesellschaft mbH, ihren Betrieb auf, um für die Nutzerinnen und Nutzer von Elektromobilität einen einheitlichen und anbieterübergreifenden Zugang zu allen öffentlichen Berliner Ladeeinrichtungen zu gewährleisten.

    

Im Kontext des „Internationalen Schaufensters für Elektromobilität" erweitert die Stadt Berlin derzeit die Anzahl an öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Bis Mitte 2016 werden 400 Wechselstrom-Lademöglichkeiten sowie 20 DC-Schellladepunkte im öffentlichen und halböffentlichen Raum errichtet. Zwischen den Jahren 2016 und 2020 sollen in einer nachfragegesteuerten Phase weitere Ladestationen errichtet werden. Alle Berliner Ladesäulen im öffentlichen Raum müssen ab Juli 2016 eine dem „Berlin-Standard" entsprechende einheitliche Bedienoberfläche aufweisen, wodurch die Nutzung von Elektromobilität zukünftig deutlich einfacher wird.

Damit die Berliner Ladesäulen allen Nutzenden offen stehen, hat die VMZ im Auftrag des Landes Berlin eine Authentifizierungsplattform entwickelt, die begleitend zur Erweiterung der Ladeinfrastruktur den Zugang zu allen öffentlichen Ladeeinrichtungen betreiberübergreifend sicher stellt. Die Plattform wird als Erweiterung der Verkehrsinformationszentrale (www.viz-info.de) betrieben und bietet eine integrierte Lösung für die bisherige Vielfalt von unterschiedlichen Zugangstechniken und Ladekarten.

Zusätzlich bindet die VMZ Berlin Echtzeitinformationen zur Ladeinfrastruktur in die Verkehrsinformationszentrale ein. Nutzerinnen und Nutzer von Elektromobilität können sich somit einfach und übersichtlich darüber informieren, an welchen Standorten in Berlin Ladesäulen zur Verfügung stehen, ob diese aktuell frei oder belegt sind und welche Ladetechnik installiert ist. Die Integration der Echtzeit-Daten in mobile Routing-Dienste wurde von der VMZ Berlin im EU-Projekt MOLECULES bereits demonstriert. Der im Projekt entwickelte Routenplaner ist als Smartphone-Applikation unter folgenden Download-Links erhältlich:

MOLECULES App für Android (für Android-Geräte ab Version 4)

MOLECULES App für iOS (für iPhones ab Version iOS 5.1.1)

Mit den Verfügbarkeitsinformationen in Echtzeit und der Sicherstellung eines betreiberübergreifenden Zugangs zur Ladeinfrastruktur stellt die Authentifizierungsplattform der VMZ einen wichtigen Baustein für die weitere Verbreitung von Elektromobilität in Berlin dar und bereitet somit den Boden für einen insgesamt nachhaltigeren städtischen Verkehr. Die offizielle Pressemitteilung der Senatsverwaltung finden sie hier.

Weitere Details zur Ladeinfrastruktur nach dem Berliner Modell erhalten Sie in einem eigenen Webinar, das hier abrufbar ist.